Wie wählt man ein Kalibrierlabor aus - 13 zu berücksichtigende Aspekte
Von Heikki Laurila 29.07.2021

Wie wählt man ein Kalibrierlabor aus - 13 zu berücksichtigende Aspekte

Wenn Sie in neue, genaue Kalibriergeräte investiert haben, sollten Sie beachten, dass die Genauigkeit im Laufe der Zeit nachlässt.

Damit Ihnen Ihre Kalibrierausrüstung gute Dienste leistet und während ihrer gesamten Lebensdauer genaue Ergebnisse liefert, muss diese in regelmäßigen Abständen rekalibriert werden. Zudem müssen die Geräte bei Bedarf gewartet und justiert werden.

Bei der Auswahl eines Kalibrierlabors oder Kalibrierdienstes sollten Sie eines auswählen, das in der Lage ist Ihre genauen Geräte mit entsprechend geringer Unsicherheit zu kalibrieren.

In diesem Artikel möchten wir Ihnen die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl eines Kalibrierlabors für Ihren hochwertigen Kalibrator oder Referenzstandard näherbringen.

 

Inhaltsangabe

 

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Hintergrund

Im Wettlauf um eine stetig verbesserte Genauigkeit in der Prozessmesstechnik werden auch die Kalibriergeräte immer genauer. Dadurch erhöht sich der Anspruch an die Genauigkeit der Kalibrierlabore, die ebenfalls ihre Genauigkeit optimieren müssen, um diesen Anforderungen mit einem adäquaten Genauigkeitsverhältnis gerecht zu werden.

Viele der heutigen Prozesskalibratoren sind multifunktional und umfassen mehrere Messgrößen und Bereiche. Für den Anwender ist dies von Vorteil, weil er nur einen multifunktionalen Kalibrator im Feld mit sich führen muss.

Allerdings stellt diese Multifunktionalität eine größere Herausforderung für das Kalibrierlabor dar. So können nicht alle Labore mehrere Messgrößen und Bereiche mit ausreichender Genauigkeit und hinreichend geringer Unsicherheit kalibrieren.

Selbst wenn Sie ein akkreditiertes Kalibrierlabor wählen, bietet dieses nicht für alle Bereiche eine hinreichend geringe Unsicherheit. Gelegentlich erleben wir in unserem Kalibrierlabor bei Beamex, dass Kunden den genausten und multifunktionalsten Kalibrator, den wir anbieten, erworben haben (z. B. den Beamex MC6) und dieser in einem örtlichen Kalibrierlabor rekalibriert wurde. Der MC6-Kalibrator verfügt über mehrere genaue Bereiche für Druck, Temperatur und elektrische Größen und ist daher nicht so einfach zu rekalibrieren. In einzelnen Fällen gaben diese Labore an, der Kalibrator erfülle seine Genauigkeits-/Unsicherheitsspezifikationen nicht, doch es zeigte sich bei näherer Untersuchung, dass die Unsicherheit des Labors größer war als die des Kalibrators!

Noch gravierender: Wir haben sogar schon erlebt, dass örtliche Labore die Kalibratoren mit dem Ziel justiert haben, sie „genauer“ zu machen. Bei anschließender Kalibrierung über unser Kalibrierlabor stellten wir dann fest, dass das Gerät falsch justiert wurde und außerhalb der Spezifikationen lag! In einigen Fällen nutzte der Kunde bereits seit längerem einen Kalibrator, der nicht spezifikationskonform war, was schwerwiegende Folgen mit sich bringen kann.

Aus diesem Grund soll in diesem Artikel näher auf das Thema der Auswahl eines geeigneten Kalibrierlabors eingegangen werden.

 

Wie Sie ein Kalibrierlabor auswählen - 13 zu berücksichtigende Aspekte

1. Labor des Herstellers

Bei der Auswahl eines Kalibrierlabors ist es ratsam, das Labor des Geräteherstellers zu nutzen, sofern dies möglich ist. Der Hersteller kennt sich ohnehin bestens mit den Geräten aus und verfügt über die entsprechende Erfahrung, diese zu kalibrieren. Anfallende Service- und Wartungsarbeiten können ebenfalls vom Hersteller durchgeführt werden. Die Inanspruchnahme des vom Hersteller angebotenen Kalibrierdienstes beeinträchtigt zudem nicht die Garantie des Geräts – möglicherweise wird sogar eine erweiterte Garantie angeboten.

Es ist allerdings nicht immer möglich, das Kalibrierlabor des Herstellers zu nutzen, daher sollten einige weitere Überlegungen angestellt werden.

 

2. Akkreditierung des Labors

Die Wahl eines Kalibrierlabors oder -dienstes mit entsprechender Akkreditierung ist zunächst der wichtigste Aspekt – insbesondere, wenn keine Möglichkeit besteht, das Kalibrierlabor des Herstellers zu nutzen.

Die Akkreditierung eines Kalibrierlabors erfolgt durch eine dritte Stelle, die formal darlegt, dass alle Anforderungen der geltenden Normen eingehalten werden. Die Akkreditierung eines Labors ist viel mehr als „nur ein Stück Papier“.

Durch eine formale Akkreditierung des Labors werden zahlreiche Faktoren garantiert, die Sie ohne eine solche Akkreditierung erst überprüfen müssten. So stellt die Akkreditierung unter anderem sicher, dass das Labor alle Anforderungen der geltenden Normen erfüllt, über ein Qualitätssystem verfügt und dieses einhält, entsprechende Betriebsverfahren anwendet, ein Schulungsprogramm und Schulungsunterlagen für das Personal bietet, die Kalibrierunsicherheit auswerten kann und die Rückführbarkeit auf nationale Normale sicherstellt.

Ohne eine solche Akkreditierung müssen Sie all diese Dinge selbst sicherstellen, was einen enormen Aufwand mit sich bringen würde.

Kalibrierlabore werden üblicherweise gemäß der internationalen Norm ISO/IEC 17025 anerkannt.

ILAC ist die internationale Vereinigung von Akkreditierungsstellen, die unter Berücksichtigung der Norm ISO/IEC 17011 handelt und für die Akkreditierung von Konformitätsbewertungsstellen einschließlich der Kalibrierlabore (nach ISO/IEC 17025) zuständig ist.

Eine Akkreditierung bedeutet jedoch nicht zwingend, dass das Labor für die Kalibrierung Ihrer Geräte eine ausreichende Genauigkeit und eine hinreichend geringe Unsicherheit bietet!

Auch wenn eine Akkreditierung elementar wichtig ist, wird dies allein nicht ausreichen. Es liegt immer noch an Ihnen, die Leistungsfähigkeit des Kalibrierlabors zu beurteilen.

 

3. Kalibrierunsicherheit

Selbst wenn Sie ein akkreditiertes Kalibrierlabor in Anspruch nehmen, sollten Sie überprüfen, ob Ihnen dieses Labor für die Kalibrierung Ihrer Geräte eine hinreichend geringe und angemessene Unsicherheit bietet.

Zahlreiche anerkannte Kalibrierlabore bieten keine ausreichend geringe Unsicherheit, um alle Bereiche eines modernen Multifunktionskalibrators, beispielsweise aus der Beamex MC6-Familie, zu kalibrieren.

Sofern das Labor akkreditiert ist, verfügt es über eine öffentliche Akkreditierungsurkunde inkl. Angabe des Akkreditierungsumfangs, in der alle Unsicherheiten aufgeführt sind, die das Labor für unterschiedliche Messgrößen und -bereiche anbietet. Dieses Dokument sollte vor dem weiteren Vorgehen umfassend geprüft werden.

Hat das Labor keine Akkreditierung vorzuweisen, sollten Sie zunächst klären, welche Art von Unsicherheit es gewährleistet und ob diese sich mit Ihren Anforderungen deckt.

Die Kalibrierunsicherheit muss auf dem Kalibrierzertifikat angegeben sein. Sie entscheiden dann selbst, welches Unsicherheitsverhältnis Sie zwischen der vom Labor angebotenen Kalibrierunsicherheit und der Unsicherheitsspezifikation des Geräts akzeptierten. Das häufigste Unsicherheitsverhältnis liegt bei 1 zu 4, das heißt, das Labor ist viermal genauer als das zu kalibrierende Gerät, oder die Unsicherheit des Labors beträgt nur ein Viertel der Unsicherheit des Geräts. In der Praxis ist dies oftmals nicht für alle Bereiche realisierbar, so dass Sie eventuell ein kleineres Unsicherheitsverhältnis in Kauf nehmen müssen.

Das Wichtigste ist, die Unsicherheit des Labors zu kennen sowie sicherzustellen, dass sie geringer ist, als die Unsicherheitsspezifikation des Gerätes und zu gewährleisten, dass Sie auf dem Kalibrierzertifikat dokumentiert ist.

Weitere Informationen zur Kalibrierunsicherheit finden Sie hier:

Messunsicherheit für Nicht-Mathematiker

 

4. Kalibrierzertifikat

Mit dem Kalibrierzertifikat erhalten Sie nach der Kalibrierung ein Dokument, das alle erforderlichen Angaben zur Kalibrierung enthalten sollte.

Nochmals: Ist das Labor akkreditiert, brauchen Sie dem Kalibrierzertifikat keine besondere Beachtung zu schenken, da sich ein akkreditiertes Labor an die Normen hält und der Inhalt des Kalibrierzertifikat einer der vielen Punkte ist, der im Rahmen der regelmäßigen Akkreditierungsaudits des Labors überprüft wird.

Zu den grundlegenden Angaben auf dem Kalibrierzertifikat zählen:

  • Der Titel: "Kalibrierzertifikat"
  • Identifikation des kalibrierten Geräts
  • Kontaktinformationen des Kalibrierlabors
  • Angabe der verwendeten Kalibriermethoden
  • Kalibrierdaten für alle kalibrierten Punkte, das bedeutet den "wahren Wert" des Referenznormals des Labors und die Angabe des zu kalibrierenden Gerätes
  • Der ermittelte Fehler an jedem Punkt, also die Differenz zwischen dem Referenznormal und dem kalibrierten Gerät
  • Die gesamte Kalibrierunsicherheit (dargestellt in derselben Einheit wie die der Messgröße oder in einem Ausdruck relativ zur Messgröße, z. B. Prozent), einschließlich aller Komponenten der Kalibrierunsicherheit, nicht nur des Bezugsnormals und vorzugsweise für jeden Kalibrierpunkt einzeln berechnet
  • Unterschrift der Person/Personen, die die Kalibrierung durchgeführt hat/haben, Datum der Kalibrierung und Angaben zu den Umgebungsbedingungen während des Kalibriervorgangs

 

5. Bestanden/Nicht-bestanden-Beurteilung

Beim Einschicken Ihrer Kalibriergeräte zur Kalibrierung wollen Sie sicherlich wissen, ob die Geräte die Spezifikationen für die Genauigkeit/Unsicherheit erfüllen. Obwohl dies selbstverständlich klingt, habe ich Kunden erlebt, die ihre Geräte kalibrieren ließen und die Kalibrierzertifikate archivierten, ohne zu prüfen, ob die Geräte immer noch so genau sind, wie angenommen wird.

Machen Sie es sich daher zur Gewohnheit, das Kalibrierzertifikat sorgfältig zu überprüfen, bevor Sie es weglegen und Ihren Kalibrator wieder in Gebrauch nehmen.

Die Bestanden/Nicht-bestanden-Beurteilung ist in Kalibrierlaboren nicht sehr verbreitet, unabhängig davon, ob sie akkrediert sind oder nicht.

Enthält das Zertifikat keine Bestanden/Nicht-bestanden-Beurteilung, ist es Ihre Aufgabe, alle Punkte auf dem Kalibrierzertifikat durchzugehen und den ermittelten Fehler mit den Gerätespezifikationen zu vergleichen.

Bei diesem Vergleich ist die Kalibrierunsicherheit ebenfalls zu berücksichtigen - das Gerät entspricht möglicherweise den Spezifikationen, wenn aber die Kalibrierunsicherheit mit einbezogen wird, ist dies eventuell nicht mehr der Fall.

Achten Sie daher für jeden Kalibrierpunkt genau auf den ermittelten Fehler und die Gesamtunsicherheit.

Für die Berücksichtigung der Kalibrierunsicherheit bei der Bestanden/Nicht-bestanden-Beurteilung gibt es mehrere Möglichkeiten.

Die Norm ILAC G8 (Leitlinien zu Entscheidungsregeln und Konformitätsaussagen) legt fest, wie akkreditierte Labore dies berücksichtigen sollten.

Dieses Thema wurde in einem früheren Blogbeitrag bereits näher behandelt:

Messunsicherheit für Nicht-Mathematiker

 

6. Justage

Nach Erhalt Ihres Geräts werden im Kalibrierlabor zunächst alle Gerätebereiche kalibriert und die Ergebnisse auf dem Kalibrierzertifikat dokumentiert. Dies wird häufig als eine „Wie-vorgefunden“-Kalibrierung bezeichnet.

Was jedoch, wenn die Kalibrierausrüstung an einem oder mehreren Punkten nicht besteht, also ihre Genauigkeitsspezifikationen nicht erfüllt?

Das Labor sollte selbstverständlich in der Lage sein einzuschätzen, ob Kalibrierpunkte außerhalb der Spezifikationen liegen.

Bietet das Labor ausreichend Kompetenz, Werkzeuge und Know-how, die Kalibriergeräte so zu justieren, dass alle Bereiche innerhalb der Spezifikationen liegen?

Erfolgt eine Justage des Geräts nur dann, wenn es die „Wie-vorgefunden“-Kalibrierung nicht besteht oder wird das Gerät auch bei einer Drift justiert, wenn das Risiko besteht, dass es zum Zeitpunkt der nächsten Rekalibrierung außerhalb der Spezifikationen liegt?

Die Optimierung der Geräte durch die Justage der Messbereiche wird in den meisten Kalibrierlaboren nicht vorgenommen, wenn sie zwar noch innerhalb der Spezifikationen liegen, jedoch relevante Fehler aufweisen. Dies kann dazu führen, dass das Gerät aus den Spezifikationen driftet und bereits vor der nächsten Rekalibrierung nicht mehr den Spezifikationen entspricht.

Einige Kalibriergeräte sind schwer zu justieren und benötigen eventuell spezielle Werkzeuge und Kenntnisse.

Ist das Labor nicht in der Lage, eine solche Justage vorzunehmen, müssen Sie das Gerät anderweitig einschicken, unter Umständen an den Hersteller selbst. Dies führt logischerweise zu einer Verzögerung und zusätzlichen Kosten.

Wenn das Labor die erforderliche Justage durchführen kann, entstehen Ihnen dann zusätzliche Kosten?

Bevor Sie also Ihr Gerät zur Kalibrierung einschicken, prüfen Sie genau, inwieweit das Labor die erforderliche Justage vornehmen kann.

Dies gilt gleichermaßen für akkreditierte und nicht akkreditierte Kalibrierlabore.

 

7. „Wie-vorgefunden“-/„Wie-verlassen“-Kalibrierung

Wird die im vorherigen Abschnitt erwähnte Justage im Anschluss an die „Wie-vorgefunden“-Kalibrierung durchgeführt, muss das Gerät nach der Justage erneut kalibriert werden. Dieser Vorgang wird als „Wie‑verlassen“‑Kalibrierung bezeichnet.

Führt das Kalibrierlabor diese beiden Kalibrierungen, also eine „Wie‑vorgefunden“‑ und eine „Wie‑verlassen“‑Kalibrierung durch?

Sind beide Kalibrierungen im Kalibrierpreis enthalten oder entstehen dadurch zusätzliche Kosten?

 

8. Durchlaufzeit

Die Durchlaufzeit des Kalibrierlabors muss ebenfalls berücksichtigt werden. Dies umfasst auch die Transportzeiten der Geräte in beide Richtungen.

Schließlich möchten Sie vermeiden, dass Ihre Geräte zu lange nicht verwendet werden.

 

9. Marke und Reputation

Die Marke und die Reputation des Kalibrierlabors sind weitere Faktoren bei der Wahl des Kalibrierlabors, insbesondere, wenn Sie bisher noch keine Erfahrungen mit diesem Labor haben.

 

10. Preis

Ein weiteres Kriterium für die Auswahl ist der Preis.

Vergleichen Sie nicht nur die Preise, sondern achten Sie auch darauf, welche Leistungen Sie für diesen Preis erhalten.

 

11. Reparaturen, Service und Wartung

Führt das Kalibrierlabor im Bedarfsfall auch Reparaturen oder andere Wartungsarbeiten durch?

Dazu gehören auch Firmware-Updates und sonstige Software-Updates.

 

12. Garantie

Ist das Kalibrierlabor berechtigt, innerhalb der Garantiezeit Garantieleistungen für Ihr Gerät zu erbringen?

Die Herstellergarantie wird mit höchster Wahrscheinlichkeit entfallen, sobald ein anderes Unternehmen das Gerät wartet.

In einigen Fällen besteht die Möglichkeit, durch die Inanspruchnahme von autorisierten Kalibrier-/Servicestellen die Garantie für Ihr Gerät ohne Zusatzkosten zu verlängern.

Sind die Leistungen des Kalibrierlabors durch irgendeine Garantie abgedeckt?

 

13. Vereinbarungen und Erinnerungen

Bietet das Kalibrierlabor auch die Möglichkeit, eine fortdauernde Vereinbarung für zukünftige Kalibrierungen abzuschließen?

Erinnert Sie das Kalibrierlabor an den Termin für die fällige Kalibrierung?

 

 

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Beamex White Paper: Wie wählt man ein Kalibrierlabor aus

 

 

Was leisten wir im Beamex-Kalibrierlabor?

Das werkseigene Kalibrierlabor von Beamex in Finnland ist seit 1993 nach ISO 17025 akkreditiert und dient als Standard für das Beamex-Kalibrierlabor in den USA mit mehr als 30 Jahren Erfahrung bei Kalibrierungen und Reparaturen.

Da sich unsere Produktionsstätte am gleichen Standort wie das Kalibrierlabor befindet, verfügen wir über eine hervorragende Laboreinrichtung und automatisierte Kalibriersysteme, mit denen das Risiko menschlicher Fehler weitgehend begrenzt wird. Es wäre nicht realistisch, diese umfangreiche Ausstattung nur zu Rekalibrierungszwecken zu betreiben.

Beachten Sie bitte, dass derzeit nur von Beamex hergestellte Geräte von uns rekalibriert werden.

Nachstehend eine kurze Auflistung der von uns im werkseigenen Beamex-Kalibrierlabor erbrachten Leistungen für die Rekalibrierung eines Kalibrators:

Bei Empfang eines Geräts wird es sachgemäß gereinigt und alle kleineren Wartungsarbeiten werden vorgenommen.

Anschließend wird das Gerät kalibriert (“Wie-vorgefunden“-Kalibrierung) und ein akkreditiertes Kalibrierzertifikat ausgestellt.

Sollte das Gerät in bestimmten Messbereichen nicht bestehen, werden diese justiert. Sollte es bestehen, jedoch eine geringfügige Drift aufweisen, wird das Gerät justiert, um seine Genauigkeit zu optimieren. Wenn ein Gerät die Anforderungen erfüllt, aber nahe an den Spezifikationsgrenzen liegt, wird es entsprechend justiert, um zu verhindern, dass es zum Zeitpunkt der nächsten Kalibrierung außerhalb der Spezifikationen liegt.

Falls irgendwelche Bereiche justiert werden, wird zusätzlich eine neue „Wie-verlassen“-Kalibrierung durchgeführt.

Ein Großteil der Kalibrierarbeiten erfolgt automatisiert, sodass wir einen schnellen und zuverlässigen Service bieten können.

Abschließend werden nach Bedarf die Firmware des Geräts sowie eventuelle Gerätebeschreibungsdateien auf den neuesten Stand gebracht.

 

Hier ein kurzes Video über unser Kalibrierlabor:

 

 

Beamex Care Plan

Für die von uns hergestellten Kalibratoren bieten wir einen Care-Plan-Vertrag an. Der Care Plan ist ein Vertrag für die Rekalibrierung und Wartung von Beamex-Geräten, der sicherstellt, dass die Geräte während ihrer gesamten Lebensdauer genau und einsatzbereit bleiben.

Der Beamex Care Plan umfasst folgende Leistungen:

  • Ein Vertrag mit fester Laufzeit - durch eine einzige Bestellung werden unnötiger Bearbeitungsaufwand und damit verbundene Kosten eingespart
  • Jährliche Rekalibrierungen mit einem international anerkannten Kalibrierzertifikat (einschließlich „Wie‑vorgefunden“‑Kalibrierung, notwendige Justage und „Wie‑verlassen“‑Kalibrierung)
  • Kostenloser Expressversand zum und vom Beamex-Labor
  • Kostenlose Reparaturen, auch bei Unfallschäden
  • Erweiterte Garantie
  • Austausch von Verschleißteilen
  • Jährliche Benachrichtigung per E-Mail über fällige Kalibrierungen – was Ihnen ermöglicht, Ihre Rekalibrierungen um eventuelle Ausfallzeiten herum zu planen
  • Geeignete Firmware-Updates, Gerätebeschreibungsdateien usw. zur Gewährleistung der neuesten Funktionen Ihres Geräts
  • Vorrangige Help-Desk-Unterstützung
  • Vorrangiger Service – beschleunigte Durchlaufzeit

Erfahren Sie hier mehr über den Beamex Care Plan

 

Beamex Service Portal

Über das Beamex-Service Portal können Sie ganz einfach ein Angebot anfordern oder Ihre Beamex-Geräte zur Wartung oder Kalibrierung einsenden.

Erfahren Sie hier mehr über das Beamex Service Portal

 

Originaler Post: How to choose a calibration laboratory - 13 things to consider

Kategorie: Kalibrierung

Heikki Laurila

Geschrieben von Heikki Laurila

Heikki Laurila is Product Marketing Manager at Beamex Oy Ab. He started working for Beamex in 1988 and has, during his years at Beamex, worked in production, the service department, the calibration laboratory, as quality manager, as product manager and as product marketing manager. Heikki has a Bachelor’s degree in Science. Heikki's family consists of himself, his wife and their four children. In his spare time he enjoys playing the guitar.

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